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Man kann sich nie ganz sicher sein bei den Zwischenwesen, ob ihre uns präsentierte Form tatsächlich die wahre ist, doch manche haben gerade ihren Gestaltwandel zu der Eigenschaft gemacht, die sie uns gegenüber definiert. Mal sind sie beinahe Menschen, dann Tiere, dann ganz andere Kreaturen und gerade darum faszinieren sie uns wohl so.

Tomaedon

Die Tomaedon, wortwörtlich übersetzt "Gestalterschaffer", sind Wesen, die dafür bekannt sind, ihre physische Gestalt zu verändern und mindestens zwei gleichwertige Körper zu besitzen. Natürlich sind viele Zwischenwesen in der Lage, ihr Aussehen anzupassen und mit Zaubern in andere Gestalten zu schlüpfen, doch den Gestaltwandlern liegt diese Form der Magie unabhängig von der Position auf dem Spektrum so sehr im Blut, dass sie ohne sie unvollständig wären.

Bhokin [Blaue Energien | Selkies]

Diese Wesen waren angeblich einst Menschen, die auf der Grenze von Land und Meer gelebt hatten und beides so sehr liebten, dass sie von der Göttin Bhowa, die ebenfalls mal ein Mensch in einer ähnlichen Situation gewesen war, die Möglichkeit erhielten, als Robben tatsächlich an Land wie auch im Meer zu leben. Ihre Anzahl wurde so gross, dass sie irgendwann ihr eigenes Volk gründen. Da sie schon zu einer Zeit in Vvasta lebten, als die Zwischenwesen noch nicht offiziell dahin gehörten, und für das Verschwinden von Leuten mit verantwortlich waren, wurden sie verwünscht und gejagt. Bhowa hörte daraufhin auf, neue Selkies zu kreieren und gab ihrem Volk die Fähigkeit, selbst zwischen Ebenen zu schwimmen, um sie so besser vor den Menschen zu verstecken. Auch nach dem Übertritt der anderen Zwischenwesen nach Vvasta entschieden sich die meisten Bhokin dafür, in ihren eigenen Zwischenebenen zu bleiben und sich nur noch selten zu zeigen. Eine Bhoki mag ohne ihr Fell und die Robbengestalt wie eine gewöhnliche Person wirken, jedoch ist sie sehr anziehend und besitzt besonders viele Talente und wird nie weit vom Meer entfernt leben. Je näher man ihr kommen will, umso mehr entfernt sie sich, bis sie plötzlich im Meer auf immer verschwindet.


Leilasehn [Salzige Melodien | Sirenen]

Ob die ersten Leilasehn Kinder von Elementargeistern oder bestimmten Gottheiten sind, oder Wesen eines anderen Volkes waren, die Zuflucht im Wasser suchten, ist nicht mehr so ganz klar und auch ihre eigenen Legenden sind da sehr unterschiedlich. Jedoch ist das heutige Volk der Sirenen eines, das in und am Meer lebt und dafür verschiedene Gestalten anwendet. Sie können als schöne, humanoide Wesen auf Felsen und am Strand erscheinen, aber auch auch mit Fischschwänzen durch das Meer schwimmen oder mit grossen Flügeln den Winden an den Klippen folgen. Im Gegensatz zu ihren Süsswassergeschwistern spielen sie gerne mit anderen Wesen und verführen und entführen auch manchmal welche von ihnen. Die Kinder einer Leilasehl mit anderen Wesen werden nämlich früher oder später den Ruf des Meeres hören und ihnen in dieses folgen und auch andere Wesen können zu einer der ihren gemacht werden.


Leilasuhn [Süsse Melodien | Nixen]

Ob die ersten Leilasuhn Kinder von Elementargeistern oder bestimmten Gottheiten sind, oder Wesen eines anderen Volkes waren, die Zuflucht im Wasser suchten, ist nicht mehr so ganz klar und auch ihre eigenen Legenden sind da sehr unterschiedlich. Jedoch ist das heutige Volk der Nixen eines, das in und an Süssgewässern lebt und dafür verschiedene Gestalten anwendet. Sie können als schöne, humanoide Wesen auf Felsen und unter Wasserfällen erscheinen, aber auch auch mit Fischschwänzen durch das Nass schwimmen, oder sich mit Fuchsschwänzen oder Rehbeinen am Uferschilf sonnen. Im Gegensatz zu ihren Salzwassergeschwistern sind sie eher scheu und zeigen sich nur einzelnen anderen Wesen. Einige sagen, eine Leilasuhl rettet die Seelen Ertrunkener durch einen Kuss und eine Verwandlung, andere sagen, sie ziehen angelockte Wesen selbst hinunter.


Mykafiun [Viele Gesichter | Formwandler]

Es ist unklar, was eigentich das wahre Gesicht einer Mykafiul ist und ob sie überhaupt eines besitzt. Aber sie kann in beinahe jeder Gestalt und Form erscheinen und wechselt jene auch je nach Laune und Umstand oder vielleicht sogar Zufall. Da die Formwandler so viele Gestalten besitzen und unter Zwang auch länger unentdeckt sich in einer einzelnen Form verstecken können, ist nicht viel über sie als Volk bekannt. Sie werden aber allgemein als nicht sehr vertrauenswürdig eingeschätzt und werden wütend, sollte jemand nach ihrem wahren Gesicht oder Namen fragen.


Neskan [Kein-Tiere | Tierwandler]

Die Neskan ähneln bei ihrer Geburt Menschen, jedoch lässt sie ihre magische Verbindung früher oder später ein Tier finden, dessen Gestalt sie übernehmen. Die erste Transformation ist manchmal unerwartet und schmerzhaft, da der menschliche Körper mit dem Tier verschmilzt und Züge davon übernimmt. Danach aber kann eine Neskar zwischen diesem Körper und dem des Tieres unabhängig wechseln. Es heisst, nur der Tod des Tieres kann die Körper wieder trennen, weswegen in früheren Zeiten verdächtig wirkende Tiere getötet wurden, sollte zuvor eine junge Person verschwunden sein. Die gesuchten Personen wurden jedoch nie wieder gefunden. Die Tierwandler besitzen von ihrer Verwandlung und zugehörigen Fähigkeiten abgesehen keine aktive Magie. Sie können Kinder mit anderen Völkern haben und nicht jedes dieser Kinder wird ebenfalls zu einer Neskar werden. Auch wird nicht in jeder Familie von jedem Kind immer das gleiche oder sogar ein ähnliches Tier gewählt. Die Wahrscheinlichkeit für Häufungen ist jedoch hoch, weswegen die Familien sich ostark mit einem Tier verbunden fühlen und auch andere einer ähnlichen Art suchen.


Seduraein [Verführungskönige | Gestaltwandler]

Die Seduraein waren ein altes Volk in Ruija, angeführt von der Göttin Cupa, das verflucht wurde. Einst als wunderschön und rein beschrieben, wurden sie zu furchterregenden Wesen gemacht, die ihre Schandtaten reflektieren und sie vom Rest der Welt isolieren sollten. Erst die junge Göttin Xandra hatte Erbarmen mit dem Volk und schenkte ihnen mit Cupas Hilfe ihre eigene Gabe der Verwandlungskünste. So konnten die Seduraein als Gestaltwandler wieder unter anderen leben. Die verlorene Fruchtbarkeit konnte aber selbst sie dem sterbenden Volk nicht gänzlich zurückgeben. Die Gestaltwandler wurden deswegen dafür bekannt, in verschiedenen Körpern Wesen zu verführen und deren Fruchtbarkeit zu stehlen, um ihre Nachkommen zu zeugen und dann sogar bei ihnen aufwachsen zu lassen, weil sie selbst die Bedeutung einer Familie verlernt haben. Dass die Kinder durch das Aufwachsen bei den neuen Familien vielleicht wieder diese Werte erlernen und so einen Teil des Fluchs brechen könnten, war dabei vielen egal. Trotz ihres Fluches ist eine Seduraei meistens und besonders bei fortschreitendem Alter sehr mächtig und lässt sich nur schwer von anderen kontrollieren, was zu weiteren Konflikten in der Geschichte des Volkes geführt hat und ihre Position unter den Zwischenwesen immer noch schwierig gestaltet.

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