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Immer noch streckt das Nichts seine Finger nach der Existenz aus und seine Schemen suchen Geschöpfe, deren Seelen sie stehlen und deren Körper sie übernehmen können. Ein Dämon mag nicht seiner Herkunft wegen von Geburt an böse sein, doch das Schemenwesen, das ist von Natur aus hungrig.

Tenezinin

Die Tenezinin, wortwörtlich übersetzt "Schemenwesen", entstehen durch die Verunreinigung von Wesen mit zu viel wilder Magie. Im Gegensatz zum Schimmer ist der Schemen hungrig und ohne Kontrolle und kann oft ein Eigenleben entwickeln, das sich dann einen Körper sucht. Daraus entstehen die Schemenwesen, gefährliche, absolut düstere und teilweise auch tragische Geschöpfe.

Hekaron [Stille Wächter | Wächterstatuen]

Diese Geschöpfe bestehen aus wilder Magie, die sich meistens in Steinfiguren, aber manchmal auch in welchen aus anderem Material wie Holz oder Metall festgesetzt hat. Angeblich wurden die meisten ihrer Art von einem der Schemenwächter geschaffen, um die ihnen gewidmeten Schreine und andere wichtige Stellen zu bewachen. Jedoch können sie auch an sonstigen Orten auftauchen, da sie in jenen Fällen aber meistens weder eine feste Aufgabe noch einen würdigen Herren besitzen, richten sie schnell Chaos an. Es gab schon Fälle, in denen ein Hekaros einen Figurenschnitzer oder Steinmetz heimgesucht hat, um sich selbst einen besseren Körper oder eine Familie herzustellen. Für den Künstler endete dies nur selten gut, da die neuen Wächter seine Lebensenergie nutzten, um zu erwachen.


Koron [Blühende Knochen | Waldschemen]

Für wilde Magie ist es besonders einfach, Körper ohne einen Verstand und die Möglichkeit zur Kontrolle zu übernehmen. Sie pflanzt sich darum manchmal in Pflanzen und Pilzen ein und übernimmt diese auf ihrer Suche nach mehr Energie, die sie verschlingen kann. Bei Waldschemen ist oft unklar, wo sie beginnen und wo sie aufhören und wie man sie wieder los wird. Sie übernehmen manchmal sogar kleine Tiere und machen diese zu einem Teil von sich. Eine besonders mächtige Koros entsteht, wenn das von der Magie übernommene Gebiet einer Nymphe oder einem anderen Naturgeist gehörte und die dazu gezwungen werden, mit den Schemen zu verschmelzen. So eine Koros findet besonders viele Wege, andere Wesen einzulullen und zu sich zu rufen und ist sehr gefährlich. 


Pagselen [Scheinender Tod | Vampire]

Es heisst, die ersten Pagselen sind aus besonders mächtigen, hohen Lichtwesen entstanden, die von Schemen korrumpiert und völlig übernommen und ausgehölt wurden. Ihre Körper spiegeln noch halbwegs ihre frühere Form wider, jedoch sind sie verzerrt und skelettartig und besitzen nur noch wenige sterbliche Bedürfnisse, hauptsächlich das eines tiefen Hungers. Sie verstecken sich in der Finsternis und verzaubern ihre Opfer mit dem hyptnotisierenden Schein und Schimmern ihres Körpers, sind aber auch starke und tödliche Jäger. Eine bereits besonders alte und erfahrene Pagsele kann andere Wesen infizieren und innerhalb eines langen und schwierigen Prozesses verwandeln. Manchmal kommt es vor, dass Wesen freiwillig vom Blut einer Pagsele trinken und sich mit ihren Kräften berauschen und bereichern. Diese niederen Vampire behalten vorerst noch ihr altes Aussehen und können darum andere besonders gut einlullen, verlieren aber nach und nach die Kontrolle, bis sie entweder von den Schemen selbst zerfressen oder zu einer richtigen Pagsele werden.


Paqagon [Totenfluch | Wiedergänger]

Für wilde Magie ist es besonders einfach, Körper ohne einen Verstand und die Möglichkeit zur Kontrolle zu übernehmen. Sie pflanzt sich darum manchmal in eine frische Leiche und macht sie zu einer Paqagor, die vom Hunger der Magie getrieben wieder aufersteht. Je frischer die Leiche, umso wahrscheinlicher hängen noch Reste ihrer Seele an ihr und darum erinnert sich die Paqagor an Stücke ihres Lebens und bewahrt Züge des früheren Ichs. Bei erhöhten Schemenaktivitäten kann so etwas zufällig passieren, jedoch ist es meistens das Ergebnis eines gezielten Fluchs. Die Paqagos müssen sich von fremder Materie und Energie ernähren, um nicht selbst nach und nach zu zerfallen, und können manchmal Lebende infizieren.


Siphiangar [Verseuchtes Land | Korndämonen]

Wenn bestimmte Tiere von der wilden Magie übernommen werden, verwandeln sie sich in den meisten Fällen in eine Siphiang, die das Übel weiter verbeitet und die ganze Umgebung mit Unglück und unwirtlichen Bedingungen befallen lässt. Es gibt selten auch Tiere in der Luft oder im Wasser, die zu so einer Kreatur werden, aber am bekanntesten sind Säugetiere, die sich dann Siedlungen nähern und dabei die Felder zerstören, in denen sie Leuten auflauern. Wenn sie dabei ihre Spuren auf Nutzpflanzen hinterlassen, kann das für die ganze Siedlung gefährlich werden. Deswegen werden sie als Korndämonen bezeichnet.


Teneschan [Schemenhunde | Mondwölfe]

Der Teneschasch ist eine Kreatur, die ihren Ursprung in der Kultur der Shirricia hat. Ursprünglich war dieser nämlich ein Priester der Sternengöttin Navia, der ihr zu nahe stand. Ihr Geliebter, der Mondgott Niuko, verfluchte den Priester und liess ihn von Schemen zerfessen und in eine verzerrte und bestiale Form des Symboltiers Navias, des Wolfs, drängen. Je voller Niukos Mond am Himmel steht, umso stärker wirkt der Fluch, der auch an andere weitergegeben werden kann. Angeblich hat sich dieser Fluch inzwischen in viele Regionen der Welt verbreitet, jedoch ist die Legende des tragischen Monstrums weiterhin bei den Shirricia besonders bekannt, wo er als Nahrhoun bezeichnet wird.


Teneskiran [Fliegende Finsternis | Schemenvögel]

Die freie Göttin Finurena wurde mit einem Fluch geboren und darum von starken Schemen heimgesucht. Sie floh nach Vvasta und lebte dort für viele Jahre in der Form verschiedener Vögel. In der langen Zeit gebar sie vierzehn vogelartige Wesen, die hauptsächlich aus wilden Schemen bestanden und einen Teil des Fluches in sich trugen. Diese vierzehn Wesen werden die Teneskiran genannt. Selbst bezeichnen sich sieben davon als die Töchter des Todes und sieben als die Söhne der Zeit. Eine Teneskira mag auf den ersten Blick wie ein normaler Vogel wirken, jedoch kann sie auch den Körper einer Person stehlen und für eine Weile in diesem leben, wenn sie nicht gerade ihre ursprüngliche Form als wilde Magie annimmt. Was genau das Ziel der Schemenvögel ist, ist unklar. Sie zählen nicht mehr zum Pantheon der Götter, wandeln aber wie diese schon lange durch die Welten und ein jeder von ihnen verkörpert einen anderen Aspekt und beeinflusst die Leute rundherum diesem Aspekt entsprechend. Die Töchter des Todes treten als Rabenvögel auf und die Söhne der Zeit als Eulenvögel.

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