Über die Welt und ihre Bewohner

Hohe, ewig junge Wesen, sie durchstreifen die Zwischenwelten und können mal gut, mal schlecht für uns sein. Verstehen werden wir sie nie, doch vielleicht können wir von ihnen lernen.

Dreyllen

Die Gruppe der Dreyllen, mit "Zeitlose" zu übersetzen, erstreckt sich von den helleren bis zu den dunkleren Stufen des Seelengrads, doch alle ihre Mitglieder weisen starke, formbare Magie auf, die auch ihre Körper vor dem ungewollten Altern bewahren.

Duinan [Überreichen der Heimat | Gefährten der Götter]

Es kann vorkommen, dass Gottheiten Wesen, denen sie besonders gut gewillt sind, die Unsterblichkeit anbieten. Nehmen die Wesen das an, gehören sie dann zum Hof der Gottheit, können bei ihr ohne Sorgen in Überfluss und Wundern leben und ihre Seele erhält den vollen Zugang zur passenden Magie. Die Duinan übernehmen manchmal Aufgaben für die Götter, jedoch verzichten sie selbst auf einen Platz im Pantheon und ihre Macht bleibt auch vollkommen abhängig von der Gunst ihrer Gottheit. Eine Duina, die von ihrer Gottheit  verstossen wurde, ist darum dazu verurteilt, für ewig ohne Ziel, Einfluss und Erlösung zwischen den Welten zu wandeln.


Hemedan [Götter der Mitte | Halbgötter]

Während die hohen Götter Zzhas und die Schemenwächter die starken Pole des Pantheons bilden, werden die Lücken dazwischen von den Hemedan ausgefüllt. Von Sterblichen werden sie meistens als Halbgötter bezeichnet, jedoch umfassen sie auch diverse niedere und kleinere Gottheiten sowie jene, die sich weder der einen noch der andern Seite ganz zuschreiben lassen können. Auch der Dvarrnuv wird als eine Hemedar bezeichnet, da er zwar als Verkörperung einer Urmacht definitiv kein Halbgott ist, aber eine neutrale Macht zwischen den anderen Gottheiten bildet.


Kelkilin [Edelsteinseelen | Kelphen]

Die Kelphen sind Naturgeister, die meistens in einer humanoiden Form auftreten und über Berge und vor allem Höhlen und den Untergrund wachen. Der Körper einer Kelkili erinnert an Gestein, aus dem Mineralien, Metalle und manchmal auch Moos, Gräser und Pilze wachsen. Mythen zufolge sind die ersten Kelkilin Kinder der Göttin Kelarin gewesen und pflegen die Schätze der Erde.


Laeylin [Zwielichtige Zungen | Irrlichter]

Manchmal kommt es vor, dass Seelen so schnell und mit so viel Energie aus dem Körper gerissen werden, dass sie sich verwandeln, ohne sich selbst über den Umstand bewusst zu sein. Da sie zu wenig Kontrolle, Wünsche und Ziele besitzen, die in die Verwandlung einfliessen, werden sie weder zu Schutz- noch Rachegeistern, und da ihnen die Zeit fehlt, ihren eigenen Tod zu verarbeiten, werden sie auch nicht zu Gespenstern. Sie bleiben irgendwo in der Mitte als Laeylin hängen. Die Laeylik weist Merkmale von Schimmern und Schemen auf und ist nicht sehr stabil, aber sie hüllt sich in gestohlene Kleidungsstücke, um das zu verbergen. Sie klammert sich an das Leben und da ihre eigene Seelen verloren ging, versucht sie die anderer zu stehlen. Manchmal werden die Laeylin Dämmergeister genannt, weil sie sich, in jeder Hinsicht zerrissen, im Übergangsstadium von Tag zu Nacht am wohlsten fühlen.


Läiaen [Wunderherrinnen | Wunschfeen]

Mit den Feen des kleinen Volkes haben die Wunschfeen nur wenig zu tun. Sie treten in wunderschöner Gestalt auf und sind fähig, mit ihrer Magie kleine Wunder zu verbringen und Gutes wie auch Schlechtes über andere zu bringen. Welche Wahl sie treffen, ist ganz abhängig von der Läiae und der Reaktion anderer auf sie. Die Feen sind sehr eitel und heikel und stellen darum strenge Bedinungen und Regeln auf und sollten die Leute, denen sie sich zeigen, diese brechen, verschwinden die Feen und man kann froh sein, wenn nicht noch Konsequenzen folgen.


Pagravaren [Todesrufe | Banshees]

Diese Wesen können Splitter bestimmter Schicksale in der Aura anderer Leute lesen und Blicke auf die Zukunft und die Vergangenheit der Welt werfen. Am klarsten sehen die Pagravaren die verbliebene Lebensenergie anderer Wesen, weswegen sie als Todesboten angesehen werden. Viele wenden sich dem Dvarrnuv zu, um direkt dem Gleichgewicht zu dienen und so ihre Fähigkeiten zu stärken und sich vielleicht auch vom Tod selbst zu entfernen, der sie plagt. Einige aber haben sich auch den Göttinnen Recka und Selina verschrieben und wieder andere dem Schemenwächter der Lüge, um durch deren Kräfte ihren Blick zu stärken. Eine Pagravare sagt angeblich nicht viel und niemals laut, weil ihre Stimme und die Botschaften darin für die meisten Wesen zu viel sein und sie zerstören können. Ihr Körper ist vollkommen grau, nur bei der aktiven Nutzung ihrer Magie schillert sie in passenden, magischen Farben.


Seduraein [Verführungskönige | Gestaltwandler]

Die Seduraein waren ein altes Volk in Ruija, angeführt von der Göttin Cupa, das verflucht wurde. Einst als wunderschön und rein beschrieben, wurden sie zu furchterregenden Wesen gemacht, die ihre Schandtaten reflektieren und sie vom Rest der Welt isolieren sollten. Erst die junge Göttin Xandra hatte Erbarmen mit dem Volk und schenkte ihnen mit Cupas Hilfe ihre eigene Gabe der Verwandlungskünste. So konnten die Seduraein als Gestaltwandler wieder unter anderen leben. Die verlorene Fruchtbarkeit konnte aber selbst sie dem sterbenden Volk nicht gänzlich zurückgeben. Die Gestaltwandler wurden deswegen dafür bekannt, in verschiedenen Körpern Wesen zu verführen und deren Fruchtbarkeit zu stehlen, um ihre Nachkommen zu zeugen und dann sogar bei ihnen aufwachsen zu lassen, weil sie selbst die Bedeutung einer Familie verlernt haben. Dass die Kinder durch das Aufwachsen bei den neuen Familien vielleicht wieder diese Werte erlernen und so einen Teil des Fluchs brechen könnten, war dabei vielen egal. Trotz ihres Fluches ist eine Seduraei meistens und besonders bei fortschreitendem Alter sehr mächtig und lässt sich nur schwer von anderen kontrollieren, was zu weiteren Konflikten in der Geschichte des Volkes geführt hat und ihre Position unter den Zwischenwesen immer noch schwierig gestaltet.


Sirriskyn [Hohe Diener | Helfer der Götter]

Die hohen Diener sind künstlich geschaffene Wesen, meistens in einer humanoiden Form. Von den niederen Dienern unterscheidet sie, dass sie tatsächlich eine eigene Seele besitzen und deswegen auch eigenständig denken und bestimmte Bedürfnisse und Gefühle verspüren können, auch wenn diese manchmal stark davon abweichen, was Sterbliche erwarten mögen. Eine Sirriskyl kann bereits sehr wichtige Aufgaben für die Götter übernehmen und auch in ihrem Namen in anderen Welten erscheinen und agieren sowie relativ frei mächtige Magie nutzen. Es heisst, man erkennt Sirriskyn an ihren wie reines Metall schimmernden Augen. Gehören sie zu den Zaezhan, sind sie silbern oder selten golden, gehören sie zu den Karosyarran, sind sie kupfern. Sie besitzen auch zwei passende kleine Ringe aus dem reinen Metall, die sie meistens durch die Ohrmuschel gestochen haben, damit sie nicht gestohlen werden können. Sie stellen die Verbindung zu den Götterwelten dar und ohne sie können die Sirriskyn angeblich nicht mehr zurück und müssen dem neuen Besitzer einen Gefallen schulden.


Thanin [Waldgestalten | Nymphen]

Die Nymphen sind Naturgeister, die meistens in einer humanoiden Form auftreten und über Hügel und Täler, Wälder, Pflanzen, Gewässer und allgemein die Natur über der Erde wachen. Der Körper einer Thanic kann Elemente des jeweiligen Orts übernehmen, den sie beschützen will. Mythen zufolge sind einige Thanin direkte Kinder und Anhänger der Götter Skyla und Vastea. Sie verbringen viel Zeit mit den jungen Gottheiten Schewi und Mekau und pflegen die Natur.


Zrinnon [Sturmtänzer | Sylphen]

Die Sylphen sind Naturgeister, die meistens in einer humanoiden Form auftreten und über die Klippen, die Lüfte, das Wetter und alles über dem Boden wachen. Der Körper einer Zrinno wirkt auf den ersten Blick menschlich, jedoch scheint sie jeden Moment beinahe davonzufliegen und sich zu verflüchtigen. Mythen zufolge sind die ersten Zrinnon von der Göttin Zrynnha erschaffen worden, um mit ihr durch die Welten zu reisen und Stürme zu erschaffen.

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