Über die Welt und ihre Bewohner

Alten Schauergeschichten erzählen von Monstern, die Menschen ähneln, aber niemals gleichen und diese mit Haut und Haar verschlingen. Den Beschreibungen der Geschichten kommen die niederen Dämonen nahe, doch sind sie wirklich finster, oder nur zufällig im Dunkeln geboren?

Draknun

Die Draknun, wortwörtlich übersetzt "Tiefe Dunkelheit", sind klassische Dämonen. Ihre Seelengrad schlägt in Yarrs Richtung aus, aber sie besitzen keine eigene, aktiv formbare Magie. Ihre Verbindung zur Magie wirkt sich eher passiv auf ihre physischen Eigenschaften und auf spezielle Fähigkeiten aus. Sie haben nicht viel miteinander zu tun, sehen sich aber als ein gemeinsames Gegengewicht zu anderen, weiter entfernt liegenden Familien.

Davarilkan [Kleine Teufel | Necker]

Diese kleinen Dämonen lieben Unheil und Chaos und versuchen möglichst viel davon zu verbreiten. Sie folgen oft mächtigeren Geschöpfen und sammeln ihre magischen Spuren, um sie selbst an anderen Orten verteilen zu können. So hat die eine Davarilka immer kleine Schemen dabei, mit denen sie das Eigentum ahnungsloser Leute zerstört, eine andere sammelt verzauberte Kleintiere und magische Überreste und legt diese schlafenden Wesen unter die Decke. Diese Dämonen sind selbst aber recht harmlos, nur beissen lassen sollte man sich von ihnen nicht, da sich die Wunde garantiert übel infizieren wird. Viele von ihnen wo versammelt zu sehen, gilt als Zeichen, den Ort lieber zu meiden. 


Finueraein [Federkönige | Harpyien]

Die Harpyien sind humanoide Wesen mit den Unterkörpern und Flügeln von Vögeln. Sie teilen sich anhand ihrer Vogelarten in verschiedene Stämme. Sie werden von anderen Völkern als wild bezeichnet, besitzen aber strikte Ordnungen innerhalb dieser Stämme, die sich wiederum zu wechselnd territorialen Gruppen verbünden. Jedes Territorium wird von einer Königin, der Finuerai, regiert, die sich wiederum ihren König, den Finuerei, wählt. Angeblich haben die ersten Finueraein einen Pakt mit der freien Göttin Finurena abgeschlossen und einen Teil ihrer Schemen in sich aufgenommen, weswegen besonders die Königinnen als sehr düster beschrieben werden. Nicht jede Finueraei ernährt sich von Fleisch und auch nicht jede hat bereits vom Fleisch anderer Völker gekostet. Jedoch sollte man den Harpyien gegenüber vorsichtig sein, da sie sehr nachtragende Wesen und berüchtigte Jäger sind.


Jiuphenin [Traumkinder | kleine Alben]

Angeblich entstehen die Jiuphenin aus den Träumen sterbender Kinder. Sammelt eine erwachsene Alb genug Energie und begegnet dann solch einem Kind, zieht sie die Seele des Kindes zu sich, um es als eigenes in einem neuen Körper abzuspalten. Die Traumkinder können ihre Magie noch nicht aktiv verwenden, weswegen sie ohne die Hilfe ihrer Verwandten schutzlos sind. Manchmal sucht eine Jiuphenic die Nähe der Familie des verstorbenen Kindes, dessen Namen sie auch übernimmt, aber diese haben oft Angst vor dem fremden Wesen mit dem bekannten Gesicht. So suchen jede Jiuphenic ständig ihren Platz in der Welt, bis sie die Verwandlung zur Jiukaros abgeschlossen hat.


Mostakan [Dornige Eroberer | Schmerzdämonen]

Die Mostakan werden auch Schmerzdämonen genannt, weil sie zum einen selbst keine Schmerzen spüren und zum anderen angeblich besonders gerne anderen Schmerzen zubereiten. Ihre lediglich passiv vorhandene Magie wandelt sich bei einer Mostaka in pure Kraft um, weswegen die Dämonen gleichermassen für schwere Bauarbeiten und auch als Söldner in Kriegen angeheuert werden. Es heisst, sie haben so wenig Respekt vor anderen und dem Tod, dass sie den Todesgott selbst beleidigten und von ihm im Gegenzug geblendet wurden.


Nerien [Falsches Lachen | Klauns]

Diese Gestalten sind dafür bekannt, in den unerwartesten Momenten aufzutauchen und mit vielen Tricks, Lügen und falschem Charme Nähe zu ihren Opfern aufzubauen. Da sie selbst keine Magie verwenden können, sammeln und benutzen sie die Essenzen fremder Synten, um Illusionen zu erschaffen, ihr eigenes Aussehen anzupassen und ausgesuchte Leute vom Umfeld abzuspalten. Es heisst, dass die Nerie erst ganz am Ende, wenn sie ihr Opfer dort hat, wo sie will, tatsächlich entscheidet, was sie mit ihrem Gewinn anstellen soll. Da nur wenige von ihnen existieren, ist nicht viel über ihre wahren Beweggründe und ihr Leben bekannt.


Oszon [Knochenfresser | Ghule]

Die Oszon haben selbst bei anderen Dämonen einen eher schlechten Ruf, da sie sich von dem Fleisch, den Organen und den Knochen von Toten ernähern und deren Geruch sie ständig begleitet. Im Gegensatz zu einigen anderen Dämonen ernährt sich eine Oszo aber wirklich nur von bereits faulenden Körpern. Das heisst natürlich nicht, dass sie diese Körper schon so vorfinden muss. Die Knochenfresser haben einen starken Geruchssinn, glühende Augen und leben am liebsten alleine, da sie die Lebenden angeblich sowieso nicht riechen können. 


Saillteren [Opfernde Alte | Bluthexen]

Mit den menschlichen Hexen haben diese Dämonen wenig zu tun, ausser dass sie über viel theoretisches Wissen verfügen und das nutzen, um unfreundlichen Gästen eine List zu stellen. Sie treiben Spiele mit ihnen, die zuweilen auch gefährlich sein können. Da eine junge Sailltere noch weniger auffällt und meistens nur mit Mediation versucht, den Zugang zu ihrer Seele zu finden, während die ältere mit Opferritualen diese Verbindung stärkt und Zauber wirkt, besteht ein weit verbreiteter Glaube, dass jede Bluthexe bereits alt geboren wird.


Seduran [Verführung des Sumpfes | Lustdämonen]

Die Seduran sind geschickte und starke Jäger, die nicht nur aber am liebsten in Sümpfen leben. Sie können stark aphrodisierende Pheromone und einen lähmenden Speichel erzeugen, was ihnen nicht nur auf der Jagd praktisch kommt. Einige wünschen sich nichts mehr sehnlichst als eine Seduraz an der Seite, unabhängig der Folgen, und andere verfluchen sie genau dafür. Die Seduran finden nichts lustiger und abstrakter als die Vorstellung, dass einige Völker in einem binären Geschlechtersystem stecken.


Vetemanen [Denkende Einsiedler | Frostbärte]

Diese sehr einsam lebenden Synten werden selten gesehen und sollten sie auftauchen, gilt das als ein Test der eigenen Tugend. Sie leben ausschliesslich an sehr kalten und dunklen Orten und meistern in dieser Abgeschiedenheit ihre Handwerkskünste. Wegen der ständige Kälte lässt sich eine Vetemane viel Haar und vor allem Bart wachsen. Sie spüren angeblich, wenn an anderen Wesen böse Gedanken und Misstaten kleben und entführen diese Wesen, um ihnen eine Lektion zu erteilen oder sie im schlimmsten Fall zu essen.


Wedewan [Wasserpflanzen | Wasserleute]

Die Wedewan leben in tiefen und vor allem stillen Gewässern und scheinen bereits so stark damit verbunden, dass sie selbst halb wie Fische oder Amphibien und Pflanzen aussehen. Was ihnen an aktiver Magie fehlt, machen sie mit vielen geschickten Tricks wieder wett, mit denen sie ahnungslose Besucher verwirren und ins Wasser locken. Eine Wedewa lässt sich gerne herausfordern und amüsieren und wurde oft als Gegenstück zu den Nixen angesehen und darum auch Wassermann genannt, aber tatsächlich ist die Art ganz geschlechtlos und erfreut sich lediglich am schönen Gesang der Kolleginnen.


Zrealen [Schnellläufer | Flitzer]

Diese Dämonen zeichnen sich nicht wie andere durch ihre Stärke, sondern durch ihre unglaubliche Geschwindigkeit aus. Eine Zreale will in der Regel niemandem schaden, verärgert man sie aber, ist Chaos vorprogrammiert. Sie sind nicht mit dem Gott Zrale zu verwechseln, auch wenn sie bereits viele Wettrennen mit ihm gehabt haben und einige munkeln, er habe viele seiner geschickten Eigenschaften überhaupt erst bei ihnen gelernt. Die Zrealen machen gern Witze und spielen Streiche, gehen direkten Konfrontationen aber lieber aus dem Weg.

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