IL_MAP.jpg

Durch die unzähligen Ebenen der Zwischenwelt wandeln die Geisterwesen. Sind sie zu schwach weiterzugehen, oder vielleicht doch noch zu stark? Hängen an der Sterblichkeit?

Ayvadran

Die Ayvadran, wortwörtlich übersetzt "Wanderseelen", sind mystische Geisterwesen. Es heisst, sie entstehen aus den Seelen Verstorbener, die die Pfade in die Ewigkeit und die Leere nicht gefunden haben, oder Gründe besitzen, ihnen fern zu bleiben. Sie können den Sterblichen gut oder übel gewillt sein, mischen sich aber selten für längere Zeit ins Weltgeschehen ein.

Gäanayven [Reine Seelen | Schutzgeister]

Manch besonders erfüllte Seele geht nicht sofort zurück zu ihrer Quelle, sondern bleibt noch eine Weile in den Zwischenwelten, um anderen zu helfen. Wie diese Schutzgeister genau entstehen, ist den meisten unbekannt. Man weiss lediglich, dass viel Energie nötig ist, besonders wenn der Seele eine neue, stabile Form gegeben werden soll. Eine Gäanayve kann viele Formen haben, aber sie strahlt und wird von kleinen Schimmern begleitet.


Laeylin [Zwielichtige Zungen | Irrlichter]

Manchmal kommt es vor, dass Seelen so schnell und mit so viel Energie aus dem Körper gerissen werden, dass sie sich verwandeln, ohne sich selbst über den Umstand bewusst zu sein. Da sie zu wenig Kontrolle, Wünsche und Ziele besitzen, die in die Verwandlung einfliessen, werden sie weder zu Schutz- noch Rachegeistern, und da ihnen die Zeit fehlt, ihren eigenen Tod zu verarbeiten, werden sie auch nicht zu Gespenstern. Sie bleiben irgendwo in der Mitte als Laeylin hängen. Die Laeylik weist Merkmale von Schimmern und Schemen auf und ist nicht sehr stabil, aber sie hüllt sich in gestohlene Kleidungsstücke, um das zu verbergen. Sie klammert sich an das Leben und da ihre eigene Seelen verloren ging, versucht sie die anderer zu stehlen. Manchmal werden die Laeylin Dämmergeister genannt, weil sie sich, in jeder Hinsicht zerrissen, im Übergangsstadium von Tag zu Nacht am wohlsten fühlen.


Nedileyn [Nachtschrecken | Mahre]

Viel ist nicht über diese düsteren Kreaturen bekannt. Sie wandeln durch die Zwischenwelten und ernähren sich von den Gedanken und Unsicherheiten der Lebenden. Man munkelt, dass sie ihren Ursprung gar nicht in den bekannten Welten haben und sich an die Lebenden klammern, um eben einen Weg hinein zu finden. In einigen Fällen klammern sie isch so stark an ihre Opfer, dass diese all ihre Energie verlieren und sterben. Viele bemerken die Anwesenheit einer Nediley gar nicht oder erst zu spät, jedoch hinterlässt sie grosse magische Verwüstungen, wenn sie zu lange an einem Ort bleibt. Und diejenigen, die einen Mahr vor sich erkennen, können vor Angst ebenfalls beinahe sterben.


Somben [Antwort aus den Schatten | Gespenster]

Einige Seelen finden ihren Weg zurück in die Ewigkeit oder die Leere nicht sofort und bleiben in den Zwischenwelten hängen. Die Gespenster haben vielleicht Gründe, nicht sofort weiterzugehen, aber im Gegensatz zu anderen Wesen in ihrer Familie besitzen sie nicht genug Energie, um auch tatsächlich lange in den physischen Welten zu überleben. Ohne Körper und ohne starke, magische Quelle, ist jede Sombel dazu verdammt, langsam zu verblassen und immer mehr mit den Schatten zu verschmelzen, bis nichts mehr übrig bleibt.


Yarranayven [Leere Seelen | Rachegeister]

Manch besonders unerfüllte Seele geht nicht sofort zurück zu ihrer Quelle, sondern bleibt noch eine Weile in den Zwischenwelten, um dort unvollendete Dinge in die eigene Hand zu nehmen und Chaos anzurichten. Wie diese Rachegeister genau entstehen, ist den meisten unbekannt. Man weiss lediglich, dass viel Energie nötig ist, besonders wenn der Seele eine neue, stabile Form gegeben werden soll. Eine Yarranayve kann viele Formen haben, aber sie ist düster und wird von kleinen Schemen begleitet.

IL_11_G02.jpg

© 2020 Nickel Kyllacuren